Egal ob Indoor in der Growbox oder Outdoor im Garten: Die meisten Probleme beim Anbau entstehen nicht durch fehlendes Talent, sondern durch fünf immer wiederkehrende Fehler. Hier zeigen wir dir, welche das sind – und wie du sie von Anfang an vermeidest.
1. Übergießen

Übergießen killt mehr Pflanzen als zu wenig Wasser. Nasse, schwere Erde verdrängt Sauerstoff aus dem Wurzelraum, die Wurzeln faulen und die Pflanze wächst schlechter statt besser.
So machst du es richtig: Gieße erst, wenn die Erde oben trocken ist. Ein einfacher Fingertest oder ein Feuchtigkeitsmesser hilft dabei enorm, gerade am Anfang.
2. Überdüngung

Die Dosierung auf der Flasche ist fast immer zu hoch angesetzt. Zu viel Dünger "verbrennt" Wurzeln und Blattspitzen – ein Fehler, der oft schwerer zu korrigieren ist als eine leichte Unterversorgung.
So machst du es richtig: Starte mit der Hälfte der angegebenen Menge und steigere langsam, während du beobachtest, wie die Pflanze reagiert. Ein EC-Messgerät zeigt dir die tatsächliche Nährstoffkonzentration im Gießwasser, statt nach Gefühl zu düngen.
3. Falscher pH-Wert
Falscher pH-Wert blockiert die Nährstoffaufnahm
e – auch bei perfekter Düngung. Das äußert sich oft in gelben oder gefleckten Blättern, obwohl eigentlich alles gedüngt wurde.
So machst du es richtig: Miss regelmäßig den pH-Wert deines Gießwassers. Der Zielbereich liegt bei 5,8 bis 6,5. Ein pH-Messgerät gehört in jede Grundausstattung.
4. Zu hartes Wasser
Kalkreiches Wasser blockiert die Aufnahme von Calcium und Magnesium, selbst wenn beides eigentlich ausreichend vorhanden ist.
So machst du es richtig: Verdünne hartes Leitungswasser mit Regenwasser oder Osmosewasser. Ein Wassertest zeigt dir, wie hart dein Wasser tatsächlich ist, bevor du überhaupt zu gießen beginnst.
5. Falscher Lichtabstand
Steht die Lampe zu nah an der Pflanze, verbrennt sie die oberen Blätter.
So machst du es richtig: Halte den vom
Hersteller empfohlenen Abstand zwischen Lampe und Pflanzenspitze ein und miss die Temperatur an der Blattoberfläche regelmäßig nach.
Fazit: Messen statt Raten
Alle fünf Fehler haben eines gemeinsam: Sie lassen sich mit den richtigen Messwerten fast vollständig vermeiden. Wer auf Zahlen statt auf Bauchgefühl setzt, erspart sich Frust und holt am Ende deutlich mehr aus seinen Pflanzen heraus.
